Schwimm-Meisterschaft in Dresden 2006

Zu den vorgezogenen Deutschen Gl. Schüler-, Jugend- u. Einzelmeisterschaften vom 13.-14. Mai 2006 in Dresden hatten sich 11 Vereine gemeldet, knapp 80 Schwimmer und Schwimmerinnen gingen an den Start.

In der Kategorie „offene Altersklasse“ errang bei den Damen Victoria Zarn (Dresdner GSV) und bei den Herren Björn Koch (GSC Fürth) die meisten Meistertitel. Beide wurden für ihre Leistungen mit dem vom Gehörlosen Sportverband Sachsen gestifteten Pokalen geehrt.

Die Ostsächsische Sparkasse Dresden stiftete sechs Pokale für die hervorragenden Leistungen. In der Kategorie „Senioren“ bei den Damen erhielt Jeanette Leloup (GBSV Halle/S.) und bei den Herren Dietmar Sebald (Dresdner GSV), für die Kategorie „Jugend“ bei den Damen Samantha Lorenz (GSV Bremen) und bei den Herren Robin Goldberg (Dresdner GSV) und in der Kategorie „Schüler“ bei den Mädchen Simone Stürenburg und bei den Jungen Jan- Hendrik Anstipp (beide GSV Bremen) je einen Pokal.

Mit den absoluten Topleistungen 8 Mal Deutscher Meister, trumpfe Björn Koch auf. Er schwamm gleich 2 neue deutsche Rekorde: 50m und 100m Delphin in 0:26,64 bzw. 0:59,48. Wenn er so weiter macht, wird man sicher noch viel von ihm hören, vielleicht schon bei der anstehenden EM vom 19.-24. Juni 2006 in Thessaloniki (Griechenland). Man kann gespannt sein, denn er ist garantiert ein Vollblutschwimmer. Er, sowie Victoria Zarn, Phil Goldberg und Robin Goldberg dürften mit ihren guten Leistungen ihr Ticket für die EM sicher in der Tasche haben. Während Nicole Schöner, Samantha Lorenz und Florian Schön noch ihre Form suchen und noch sehr viel tun müssen, um der Teilnahme an der EM aus deutscher Sicht gerecht zu werden.

DM Dresden 2006Die Teilnehmer der Jugend-, Schüler- und Einzelmeisterschaft in Dresden

Lichtblicke für die Zukunft des Gehörlosen-Schwimmsports gab es vor allem aus Bremen und Nürnberg. Beide Vereine haben sehr viel für die Nachwuchsarbeit geleistet und wurden dafür mit vielen Medaillen belohnt. Die Verbandstrainerin Garnet Charwat und der Verbandsfachwart sind sich einig, dass bei einigen Nachwuchsschwimmern Potenzial für den Sprung in die Nationalmannschaft vorhanden ist. Die jahrelang sehr erfolgreichen Vereine aus Halle und Dresden haben trotz sehr guter Vereinsstrukturen und ?arbeit arge Probleme entsprechenden Nachwuchs für die Fortsetzung ihrer bisherigen erfolgreichen Tradition im Schwimmsport zu finden. Wo und wie kommen in Zukunft die Gl. Vereine an den Nachwuchs wird mit aller Sicherheit ein Thema für die nächste Spartentagung im September 2006 sein. Kleine Lichtblicke kamen seit über 10 Jahren aus dem Ruhrgebiet, GTSV Essen und GSF Dönberg nahmen erstmalig bei den Meisterschaften teil. Die Sparte hofft auf eine Signalwirkung. Erstmalig war auch der GSC Fürth vertreten und das, wie man an den Ergebnissen sieht, sogar sehr erfolgreich.

Dem Dresdner GSV ist es gelungen eine sehr gute Meisterschaft vorzulegen. Den Verlauf kann man als harmonisch bezeichnen, denn es wurde mit sehr viel Fingerspitzengefühl agiert, Neutralität und Loyalität standen ganz oben. Außergewöhnlich für einen Gehörlosen Sportverein ist, dass der Verein ein eigenes Kampfgericht komplett allein aufgestellt hat. Die Kampfrichterausbildung ist da etwas ganz normales.

Dem neugewählten Vereinsvorsitzenden Jürgen Dietze und seinem Team gebührt großer Respekt für die gutorganisierte Meisterschaft und die Zusammenarbeit mit der Spartenleitung.

Die Spartenleitung sagt dem Dresdner GSV und allen Helfern im Namen aller Teilnehmer, vielen Dank!

2006 – Bericht Dresden

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